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EZB-Anleihebestände sinken in Vorwoche um 1,358 Mrd Euro

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Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)–Der Bestand an Wertpapieren, die die Zentralbanken des Eurosystems im Rahmen des Ankaufprogramms APP halten, hat sich in der Woche zum 1. November 2019 verringert. Nach Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) nahm der Bestand um 1,358 Milliarden Euro auf 2.548,819 (Vorwoche: 2.550,177) Milliarden ab. In der Vorwoche hatte er sich um 0,094 Milliarden Euro ausgeweitet.

Ziel der EZB war es bis Ende Oktober, das APP-Portfolio konstant zu halten. Seit Anfang November vergrößern die Zentralbanken ihre Anleihebestände jedoch wieder, und zwar um monatlich 20 Milliarden Euro. Das dürfte sich in den am Montag nächster Woche anstehenden Ankaufdaten zeigen.

Unabhängig davon haben die beteiligten nationalen Zentralbanken bis zu ein Jahr Zeit, die Erträge aus fällig werdenden Papieren wieder anzulegen. Damit soll unnötigen Marktverzerrungen vorgebeugt werden. Im November werden Papiere über 16,501 Milliarden Euro fällig. Das kann zu spürbaren Schwankungen der Anleihebestände führen.

Der Bestand an öffentlichen Anleihen ermäßigte sich in der vergangenen Woche um 1,486 (Vorwoche: -0,286) Milliarden auf 2.083,626 (2.085,112) Milliarden Euro, der von Unternehmensanleihen ging zurück um 0,559 (+0,346) Milliarden auf 177,365 (177,924) Milliarden Euro, jener an Covered Bonds stieg um 0,402 (-0,087) Milliarden auf 260,875 (260,473) Milliarden Euro und bei ABS ergab sich ein Anstieg um 0,285 (+0,121) Milliarden auf 26,953 (26,668) Milliarden Euro.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/hab

(END) Dow Jones Newswires

November 04, 2019 09:54 ET (14:54 GMT)

Source: Nachrichten Ticker – www.finanzen.at