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Aus Austrian Mobile Power wird eine GmbH

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Die neue Gesellschaft heißt Smart Mobility Power.

Wien. Beim Vorlesen holpert es noch etwas. „Der Name ist noch neu für mich“, entschuldigt sich Arnulf Wolfram, Chef der Siemens Mobility. Wolfram ist Präsident der Branchenallianz Austrian Mobile Power (AMP). Doch der Verein wird sich nun auflösen. Im Gegenzug wurde die Gesellschaft Smart Mobility Power gegründet. Ehemalige Mitglieder seien jetzt Kunden, sagt der Gesellschaftsführer der neuen GmbH, Heimo Aichmaier, zur „Presse“. Von Anfang an dabei waren AIT, AVL, KTM, Magna, Siemens und Verbund. Sie wollten 2009 Österreich ins Zeitalter der E-Mobilität führen.

Es drohen Strafzahlungen

Ob ihnen das gelungen ist? 2019 wurden etwa 24.000 Autos mit Alternativantrieben neu angemeldet. Allerdings müssten rund 160.000 Autos mit alternativen Antrieben in Österreich jährlich auf die Straßen kommen, warnt Smart Mobility Power. Sonst würden CO2-Strafzahlungen in Höhe von etwa zwei Milliarden Euro bis 2030 drohen. Es gibt in Österreich also noch viel Luft nach oben.

Die Automobilbranche hat eine große Bedeutung für die europäische Wirtschaft. Doch in den vergangenen Jahren schien es so, als fehlte die Orientierung. Diesel-Skandal, Ungewissheit um Regularien zu E-Autos und eine neue Generation junger Autofahrer, die lieber Fahrzeuge teilen statt besitzen will, rüttelten die Branche auf.

Smart Mobility Power will erste Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema E-Mobilität sein. Das Schild der AMP in der Mariahilfer Straße in Wien werde bald abgehängt. Die Hülle sei neu, aber der Inhalt gleich, sagt Aichmaier. Auch bei den Mitarbeitern ändere sich nichts. Das große Ziel: 2040 soll Mobilität „leise, sauber und barrierefrei“ sein. Das sei sein Pensionsantrittsjahr, scherzt Aichmaier. (mad)

(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 15.01.2020)

Source: DiePresse.com – Economist