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Für mehr Abonnenten – YouTube-Star erfindet Tod seiner Freundin

Wie eiskalt kann man sein?

Der kanadische YouTube-Star Jason Ethier (29) alias „JayStation“ hat den Tod seiner Freundin vorgetäuscht. Angeblich sei sie von einem Betrunkenen überfahren worden. Die perfide Lüge schlachtete er gleich mit mehreren Videos aus!

Seinen Abonnenten zeigte er Ende Januar etwa, wie er weinend vor einem Gedenk-Kreuz für seine Freundin Alexia Marano kniet oder wie er versucht, Kontakt zu ihrem Geist aufzunehmen.

Die Tränen, die Trauer: alles gefälscht!


Sogar eine Gedenkstelle für Alexia hatte der YouTuber inszeniert
Sogar eine Gedenkstelle für Alexia hatte der YouTuber inszeniert

Einige Tage und Millionen Aufrufe später löschte JayStation die Videos wieder und lud ein Geständnis hoch: „Alexia war niemals tot.“ Sein Zweit-Channel, den er gemeinsam mit seiner Freundin betrieb, sollte mehr Follower bekommen.

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Warum löste Alexia den Fall nicht sofort auf?

JayStation behauptet, Alexia habe den gefälschten Todes-Videos zugestimmt. Als die ersten beiden Clips online gingen, hätten ihre Eltern bei Alexia angerufen. Sie habe ihre Eltern gebeten, nichts zu sagen – damit der Fake nicht auffliegt.

Und dann machte sie plötzlich mit dem YouTuber Schluss!


Alexia Marano meldete sich hinterher in eigenen Videos zu Wort
Alexia Marano meldete sich hinterher in eigenen Videos zu WortFoto: Alexia Marano/YouTube

JayStation glaubt: Ihre Eltern haben ihr nach dem vorgetäuschten Tod zu großen Druck gemacht. Sie habe von ihm nur noch gefordert, dass er die Videos lösche – und sich sonst nie wieder gemeldet.

Verbittert schreibt JayStation unter seinem Geständnis-Video: „Leute, ich habe mich in dieses Mädchen verliebt, ich habe versucht, ihr zu helfen, auf Youtube berühmt zu werden, sie hat mich ohne Vorwarnung verlassen und versucht, mein Leben zu ruinieren.“

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Alexia widerspricht ihm in einem eigenen Video: Sie habe sich von Anfang an schlecht mit den Fake-Videos gefühlt. Er habe ihre Bedenken aber einfach beiseite gewischt und weitere Clips hochgeladen. Bei diesen Videos „wusste ich bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht, was er darin sagen wird“, erzählt Alexia.

Jetzt sitzt der YouTuber im Knast

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Und dann kam die Polizei ins Spiel!

In einem weiteren Video erzählt Alexia: „Er hat mich in unserer Beziehung missbraucht.“ Sie sei zur Polizei gegangen und habe ihn wegen häuslicher Gewalt angezeigt.

In einem der Fälle soll auch eine Waffe eine Rolle gespielt haben. Laut BBC wurde bereits Anklage gegen den YouTuber erhoben.

Inwieweit die Todes-Videos dabei eine Rolle spielen, ist bislang unklar. Fakt ist aber: Jetzt sitzt JayStation erst mal in U-Haft!

Sein Gerichtsprozess soll am 16. März beginnen.

Source: Bild.de Digital