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„Politik wird im Parlament gemacht und nicht auf der Straße“

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) warnt davor, sich von der Klimabewegung zu stark unter Druck setzen zu lassen. „Politik und Wirtschaft tun gut daran, die damit verbundenen Themen zur Kenntnis zu nehmen, sich mit berechtigten Anliegen und Sorgen auseinander zu setzen, aber sich nicht davon treiben zu lassen“, sagte Altmaier WELT AM SONNTAG. „Wir müssen den Blick fürs Ganze, nicht für Einzelinteressen haben. Außerdem wird Politik im Parlament gemacht und nicht auf der Straße.“

Aktivisten wie bei der Klimabewegung habe es immer gegeben. „Ich denke zum Beispiel an die Debatte um die Nato-Nachrüstung, Hausbesetzungen oder auch die Pegida-Demonstrationen“, sagte der Minister. Auch wenn man sich nicht unter Druck setzen lassen sollte, müsse man aber „stets sensibel sein für wichtige neue Themen“, so Altmaier.

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„Die Klimabewegung wäre möglicherweise nicht so groß und mächtig geworden, wenn Politik und Wirtschaft früher und kontinuierlicher die berechtigten Anliegen aufgegriffen hätten.“ Der Wirtschaftsminister lobte Joe Kaeser, den Vorstandschef von Siemens, der habe „das sehr früh so gesehen“. Kaeser war in den vergangenen Wochen in den Fokus von Klimaschutzaktivisten geraten.

Dieser Text ist aus der WELT AM SONNTAG. Wir liefern sie Ihnen gerne regelmäßig nach Hause.

Source: Wirtschaft – WELT
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