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Meyer Werft streitet mit Betriebsrat vor Gericht über Kurzarbeit

Bei Deutschlands größtem Kreuzfahrtschiffbauer, der Meyer Werft, gibt es Streit um mögliche Kurzarbeit. Nach Informationen von WELT AM SONNTAG treffen Geschäftsführung und Betriebsräte derzeit vor Gericht aufeinander. In einer ersten Verhandlung in der Einigungsstelle gab es keine Annäherung der Positionen. Für Ende nächster Woche ist ein weiteres Treffen angesetzt.

Geleitet wird das Gremium vom Direktor des Arbeitsgerichtes Oldenburg, Joachim Thöne. Strittig ist, wie die Arbeiter am Standort Papenburg in der Corona-Krise weiterarbeiten und möglicherweise in die Kurzarbeit übergehen können.

Wie die Geschäftsleitung in einem Video darlegt, soll die Arbeit auf der Werft mit einer möglichst hohen Zahl an Arbeitern und möglichst lange fortgesetzt werden. Offensichtlich sollen die Schiffsbesteller für das laufende Jahr – Carnival Cruises, Royal Caribbean und Saga Group – keinen Anlass geliefert bekommen, über Verschiebungen oder gar Abbestellungen verhandeln zu können.

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Der Betriebsrat möchte die Belegschaft aufteilen und im wöchentlichen Wechsel arbeiten lassen. Der Stundenausgleich für den Lohn soll aus dem Arbeitszeitkonto fließen. Danach soll es Kurzarbeitergeld geben. Betriebsratschef Nico Bloem fordert von der Geschäftsleitung, ein mögliches Kurzarbeitergeld freiwillig aufzustocken und die Fremdarbeit zu verringern.

Denn auf dem Werksgelände arbeitet neben den rund 3600 festangestellten Arbeitern eine hohe Zahl an Leih- und Fremdarbeitern. Sie kommen zu rund 80 Prozent aus dem Ausland, etwa aus Estland, Rumänien oder Polen. „Vor dem Hintergrund der bisherigen Ausgliederungen fürchten die Beschäftigten um ihre Jobs“, sagte IG-Metall Bezirksleiter Daniel Friedrich WELT AM SONNTAG.

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