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Air New Zealand plant Etagenbetten in der Economy Class

Ein Bettenangebot ist für Flugpassagiere der ersten Klasse auf Langstrecken keine Seltenheit. Die neuseeländische Fluglinie Air New Zealand möchte jedoch künftig auch Economy-Passagieren die Möglichkeit geben, ausgestreckt zu schlafen. Im Gegensatz zur First Class sind die Betten aber wie in einem Mehrbett-Zugabteil übereinander angeordnet.

Die Fluggesellschaft hat jetzt den Prototypen für ein Sechs-Betten-Abteil unter dem Projektnamen Skynest, also Himmelsnest, vorgestellt. Die zwei Meter langen und 58 Zentimeter breiten Economy-Class-Betten könnten 2021 zum Einsatz kommen, heißt es bei der Fluglinie.

Air New Zealand könnte sich den Einsatz beispielsweise auf ihrer längsten Route von Auckland nach New York mit Flugzeiten von fast 18 Stunden vorstellen. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Economy-Passagiere bei den langen Strecken schmerzhaft vermissen, dass sie sich einmal ausstrecken können, erklärt Airline-Manager Mike Tod.

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Noch hat die Fluggesellschaft, die auf der Langstrecke Boeing-Modelle einsetzt, nicht verraten, wie das genaue Nutzungskonzept aussieht und wie hoch der Mehrpreis ist. Das Bett muss jedenfalls zusätzlich zum Economy-Sitz gebucht werden, denn beim Start und der Landung müssen alle Passagiere sitzen.

In einem Interview mit einem TV-Sender erklärte Fluglinienmanager Kerry Reeves, dass eine stundenweise Vermietung der Betten in bestimmten Zeitabschnitten erwogen wird. Nach Angaben der Fluggesellschaft wurde das zum Patent angemeldete Bettenkonzept im Jugendherbergsstil über drei Jahre entwickelt.

Es könnte auch an andere Airlines auf Lizenzbasis übertragen werden. Zunächst muss aber noch die endgültige Entscheidung fallen und die Zulassungsbehörden müssen mitspielen. In der Praxis ist das Bettenkonzept noch nicht geflogen, weil die Behörden noch kein grünes Licht gegeben haben.

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Als Ausstattung der Bettenkojen ist ein Kopfkissen, Laken und Decke geplant, sowie Ohrstöpsel und Sichtschutzvorhänge und eine für den Schlaf konzipierte Beleuchtung. Untersucht wird noch, ob es eine separate Leseleuchte, einen USB-Anschluss eine extra Belüftung geben soll. Einen Service am Bett durch die Besatzung soll es jedenfalls nicht geben.

Source: Wirtschaft – WELT
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