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Dank Alexa hört dieses 14-Zoll-Notebook aufs Wort

Die etwas schickeren Lenovo-Notebooks gehören meist zur Yoga-Serie. Das Yoga S740 punktet aber nicht nur optisch, auch das Innenleben kann sich sehen lassen, wie der Test des 14-Zoll-Notebooks von „Computer Bild“ zeigt.

Wie bei vielen, aber längst nicht allen neuen Notebooks steckt im Yoga S740 ein Prozessor aus Intels neuer Ice-Lake-Serie. Die zählt der CPU-Hersteller zur zehnten Generation.

Wichtig dabei für den Nutzer: Diesmal sorgt die neue Prozessorgeneration für einen spürbaren Leistungsschub. Der Core-i5-Prozessor ist zwar nur ein Mittelklasse-Modell, arbeitet in Office aber richtig fix und hängt so manch teureres Notebook mit älterem Core-i7-Prozessor ab. Bei aufwendiger Software zur Videobearbeitung verringert sich der Abstand zwar, aber auch hier holt das Yoga S740 locker eine gute Temponote.

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Die Grafik-Einheit im Prozessor ist jetzt ebenfalls eine ganze Ecke flotter: Spiele mit der älteren DirectX-11-Technik bringt der Iris Plus 940 in reduzierter Auflösung recht flüssig auf den Schirm. Bei 1366×768 Pixeln waren es immerhin 30 Bilder pro Sekunde.

Einen separaten Grafikchip kann der Iris Plus 940 aber nicht ersetzen. Selbst kleinere Modelle wie der Nvidia Geforce MX250 im Asus Vivobook S15 sind schneller. Das ist aber nur für Zocker wichtig, zum Arbeiten und Videogucken reicht der Yoga auch so locker.

Das Lenovo Yoga S740 (14 Zoll) ist leicht und ausdauernd

Damit den Chips im Lenovo nicht zu warm wird, stecken gleich zwei Lüfter im Yoga S740. Im Normalbetrieb sind die kaum zu hören. Bei 0,1 Sone muss der Nutzer schon sein Ohr aufs Notebook legen, um überhaupt ein Lüftergeräusch wahrzunehmen. Unter Last wird das Yoga lauter, mit maximal 2,1 Sone hält sich das Lüfterrauschen aber in Grenzen und stört allenfalls in leiser Umgebung.

Lenovo

Links sitzen der Stromanschluss, zwei USB-Buchsen (einmal Typ A, einmal Typ C) und die Kombibuchse für Kopfhörer oder Headset, rechts eine weitere USB-Buchse Typ A
Quelle: Lenovo

Die Lüfter springen recht schnell an, fahren zum Glück aber auch genauso schnell wieder herunter. So muss der Nutzer das Lüfterrauschen nicht unnötig lang ertragen. Der Akku des Yoga fällt mit 63 Wattstunden recht üppig aus.

In Kombination mit dem sparsamen Prozessor wird das Lenovo so zum Marathon-Notebook: Egal ob nun beim Arbeiten oder beim Videogucken, dem Lenovo geht erst nach über acht Stunden die Puste aus. Gut: Der dicke Akku drückt kaum aufs Gewicht. Das Yoga S740 wiegt nur 1454 Gramm, mit Netzteil 1,8 Kilogramm.

Lenovo Yoga S740 mit Alexa und Glance

Außergewöhnlich am Yoga sind die beiden vorab installierten Assistenzprogramme: Ziemlich gut funktioniert Amazons Sprachassistentin Alexa, die auf Wunsch sogar bei gesperrtem Notebook ansprechbar ist. Einfach „Alexa“ sagen, dann ist sie ganz Ohr.

Die Dauerbereitschaft der smarten Assistentin muss der Nutzer zunächst einschalten. Ist diese Option nicht aktiviert, dann horcht die Sprachassistentin erst nach einem Klick aufs Alexa-Symbol.

Wenig Nutzen bringt dagegen Glance: Wer dieses Tool einschaltet, kann den Mauszeiger einfach per Blick zwischen Notebook und einem extern angeschlossenen Monitor verschieben. Damit das klappt, muss aber die Infrarotkamera über dem Notebook-Display die ganze Zeit zugucken. Das kostet knapp fünf Prozent Leistung – zu viel für so eine simple Funktion.

Gutes Bild, Ton ordentlich

Das Display zeigt 1920×1080 Bildpunkte (Full HD). Damit liegt es auf dem Niveau der Konkurrenz in dieser Preisklasse. Der Bildschirm gibt Farben etwas zurückhaltend, aber ziemlich originalgetreu wieder – ein Vorteil bei der Farb-Bearbeitung von Fotos oder Videos.

Die gut sichtbar rechts und links neben der Tastatur sitzenden Lautsprecher klingen ganz ordentlich. Für die Sprachausgabe von Alexa oder Videotelefonate sind sie gut genug. Wer Musik im Topqualität hören möchte, schließt aber besser Kopfhörer oder externe Lautsprecher an.

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Fazit: Wer ein kompaktes und ausdauerndes Notebook zum Arbeiten sucht, macht beim Lenovo Yoga S740 eine Punktlandung: Das schicke Gerät ist nicht nur richtig schnell, es hält auch sehr lange durch.

Dank gutem Display, ordentlicher Tastatur und großem Touchpad geht die Arbeit auch unterwegs locker von der Hand. Und als nettes Extra ist noch Amazons Sprachassistentin Alexa an Bord.

Stärken: sehr hohes Arbeitstempo, sehr ausdauernd, angenehm leise, mit Sprachassistent

Schwächen: kaum aufrüstbar

Testnote: gut (2,3)

Lenovo Yoga S740 (14 Zoll): Test-Ergebnisse

Prozessor: Core i5-1035G4 / Iris Plus 940

Display: 14,0 Zoll, 1920×1080 Pixel

Tempo mit Office/Tempo bei Videobearbeitung: sehr schnell (87,0%)/schnell (62,4%)

Tempo bei Spielen (1366×768 Pixel/nativ): ruckelig (30/18 Bilder pro Sekunde)

Farbtreue/Helligkeitsverteilung (Abweichung): hoch (95,5%)/1.697:1/22,1 ms

Bildqualität (Sichttest auf dem Display): hoch (etwas blasse Farben)

Akkulaufzeiten (Arbeiten/Video/Ladezeit): sehr lang (8:16/8:16 Std.)/kurz (2:11 Std.)

Betriebsgeräusch (Office/Video/Volllast/Spiele): leise (0,1/0,1/2,1/1,3 Sone)

Bedienung der Tastatur/des Touchpads: etwas unkomfortabel/komfortabel

Bedienung des Touchscreens: nicht vorhanden

Source:

Webwelt & Technik – WELT